Die verlorenen Welten.
Nichts gehört uns in dieser Welt, und wir werden von dem, was wir zu besitzen glauben, besessen.
So sind die verlorenen Welten entstanden – Fleischlandschaften, mineralische Nacktheit, sich bewegende Wüsten. Erscheinen und simultanes Verschwinden.
Keine weiten Meere, sondern ein Fusionsverlangen, das unvermeidlich mit einem Verschlingen ins Gründliche des menschlichen Lebens – ins Bewusstsein – bedroht wird.

Das echte Antlitz der Welt ist seine Nacktheit, und in dieser BlöBe ihre Schwächlichkeit, ihre Verletzbarkeit, die permanenten Angstzeichen, wenn man „ist“, ohne was zu „haben“.

Im Hintergrund jener Landschaften ist vielleicht ein sinnlicher Ruf nach verschwundenen Göttern, denjenigen, die den intimen sowie kollektiven Ereignissen einen Sinn gaben, denjenigen, die dem Individuum es möglich machten, als Teil eines Ganzen zu existieren.

Die Frage um die Realität, der Abgrund, in den wir hingeworfen werden, wenn wir mit Ehrlichkeit daran denken wollen, – dies ist der Anfang der Einsamkeit; und die Städte sind zu Wüsten geworden, von einsamen Menschen – die dessen nicht bewusst sind – übervölkert.

In der hysterischen Aufregung dieses Jahrhunderts, in dem Labyrinth seiner Kultur und seines Glaubens ist der Mensch selbst eine verlorene Welt. Sucht er etwa nicht in einer ungeschickten Liebe mit ihren Illusionen, in der Gewalt, in der Arroganz und so selten in der Poesie eine mit sich selbst unmögliche Versöhnung ?

Die verlorenen Welten sind ein Fluchtversuch aus dem alltäglichen Gefängnis, in dem wir uns bewegen, ohne vorwärts zu gehen, aus der gepolsterten Zelle, wo unsere Illusionen gegen das blinde Begehren der anderen stoBen.